Wie die Ärzte Deutschland verändern…

Die Schülerzeitung „Spiesser“, welche übrigens recht gut über die Antifademo am 13. Februar in Dresden berichtete, vergibt immer wieder Besuche von „Prommies“. Diese Besuchen dann eine Schulklasse, welche deren Ansichten über Schule, Bildung und Politik lauschen darf. Eine gute Taktik, das muss man lassen, denn Deutschtümelei und moralisches Gelaber klingt aus den Mündern vermeintlicher Stars für so manchen deutschen Schüler sicher besser als wenn es vom Lehrer kommt. Kürzlich wurde die Sankt Pauli Schule in Hamburg Opfer eines solches Propagandaangriffs. Die Ärzte, früher einmal Punker, jetzt viel mehr Ehrenbürger und gelegentlicher Handlanger von Angela und Co, durften mit einer 9. Klasse „über das Wahlrecht für Ausländer und zensierte Schäferstunden mit Schäferhunden“ plaudern. Klingt eigentlich ganz nett, wenn man ganz kurz vergessen hat, dass als die Stärke der Ärzte nicht etwa Politik sondern doch eher Musik zu benennen ist.
Es wurde nicht etwa geschlussfolgert, dass das eingeschränkte Wahlrecht für Ausländer ein Indiz dafür ist, dass Staaten generell ausgrenzend sind, oder gar der Parlamentarismus überführt, nein, es kam ganz anders…
Farin lies sich versprechen, dass das Mädchen, welches zuerst wählen wird, sich ihre politische Bildung über die Internetseiten der deutschen Parteien holen wird, und ist genervt, das ein Junge zu spät zur täglichen Schikane namens Schule kommt.
Bela berichtet Stolz, dass er jedes Mal seid seinem 18. Geburtstag wählen war, und erklärt jeden für „dumm“, der Deutschland nicht mit dem Wahlzettel „mitgestalten“ will.
Rod bleibt als einziger ein wenig sympathisch, als er gesteht, dass er die Titanicpartei wählt. Ganz konform dürfte er da allerdings nicht mit seinen beiden Kollegen laufen, welche anscheinend ganz viel vom Parlamentarismus und Deutschland halten…
Viel ist anscheinend nichts übrig geblieben vom einstigen Rebellentum der Ärzte… Schade eigentlich.
Den ganzen Artikel kann man hier lesen.


8 Antworten auf “Wie die Ärzte Deutschland verändern…”


  1. 1 kuki 07. Dezember 2007 um 19:39 Uhr

    nunja.

  2. 2 tee 07. Dezember 2007 um 21:02 Uhr

    wow kuki, diesmal ganze sechs zeichen. und wie immer sehr gehaltvoll …

  3. 3 Knox 09. Dezember 2007 um 13:44 Uhr

    also….dass die Ärzte nicht der Vorreiter der antideutschen Hitparade sind, is mir auch klar…
    sie als „gelegentlicher Handlanger von Angela und Co“ ist aber mehr als überzogen…
    Die Ärzte regen mit Liedern wie „Deine Schuld“ zum Nachdenken an mit ein bisschen Glück und den richten Bekanntenkreis kommt schon ne gute Meinung bei raus und die Leute finden sich auf dieser Seite wieder ;)

    „…und erklärt jeden für “dumm”, der Deutschland nicht mit dem Wahlzettel “mitgestalten” will…“
    ja….was soll man da sagen…passt nicht so ganz zu Bela’s Solo Lied „Wiehr thind sssuper“….indem er noch ganz anders über Deutschland berichtet…

    „…welche anscheinend ganz viel vom Parlamentarismus und Deutschland halten..“
    ersteres könnte vllt. hinkommen
    zweiteres…bitte um Anhörung folgender Titel:
    „Farin Urlaub – Lieber Staat“
    „Die Ärzte – Wir sind die Besten“
    oder des ganzen Ärzte Album’s „5,6,7,8 Bullenstaat“

    so, genug Werbung für DÄ gemacht,
    vllt. werd ich beim Konzert von ihnen in 2 Tagen mal eine kleine Diskussion anfangen können…

    Danke für ihre Aufmerksamkeit
    KNOX

  4. 4 Strangeboy 09. Dezember 2007 um 15:06 Uhr

    @knox: danke erstmal für die webung, wie aus meinem artikel zu entnehmen bin ich ja auch anhänger ihrer musikalischen leistungen.
    „handlanger von angela und co“ war natürlich überzogen, aber was die ärzte in diesem gespräch abließen hätte genauso von einem „aufklärer“ aus dem bundestag kommen können, der eine schulklasse besucht.
    belas kommentar macht seine sonstigen politischen aussagen so n bissel zu nichte:

    Du verzichtest darauf, dieses Land mitzugestalten, auch wenn du das vielleicht nicht direkt merkst. Ehrlich gesagt ist das dumm.

    was die ärzte hier machten war auf jeden fall werbung für das parlamentarische system, und das ist nun einmal zwangsläufig an einen autoritären staat gebunden, da kann farin sich noch so über ihn aufregen…
    naja, jetzt auch also genug antiwerbung gemacht, schließlich haben wir den ärzten ja auch unseren header zu verdanken…

  5. 5 Johnny Weltraum 13. Dezember 2007 um 1:31 Uhr

    Ja, auch ich geh wählen und möchte, dass ihr das auch tut und den derzeitig zur Wahl stehenden „Parteien“ einen echten Denkzettel verpasst, denn nur so ändert sich was. Wer sich nämlich mit dem Wahlrecht ein wenig auskennt weiß, dass die Stimmen derer, die nicht wählen gehen, den Siegerparteien angerechnet werden, um eine eventuelle Regierungsunfähigkeit und daraus folgernde Neuwahlen zu verhindern. Also macht einfach ein dickes Kreuz durch alles und ihr werdet so gezählt, wie ich denke dass ihr es wollt. Das ist dann im übrigen auch mal eine Möglichkeit dem derzeitigen Parlamentarismus die Arschkarte zu zeigen. Die Heimatverbundenheit der Ärzte ist im übrigen keine echte Neuigkeit. Hier könnt ihr mal angesichts eines fast zwanzig Jahre alten Ärztesongs von 1988 lesen, dass die Ärzte schon immer Heimatromatiker waren. Schade, euch das sagen zu müssen, aber ich habe die Musik der Ärzte auch nie wirklich als Punk sondern als Rythm and Blues- oder Popmusik verstanden und mich dann lieber für die damals noch antiamerikanischen Slime und ihre Freunde entschieden, die zwar manchmal dumme Texte hatten, wie hier gut zu erkennen ist. Zumindest Drummer Stephan Mahler von Slime hat sich aber, wie aus einem Gespräch auf der Internetseite vom Conne Island hervorgeht, mittlerweile auch positiv weiterentwickelt. Unabhängig davon, ob die Ärzte nun sympatisch sind oder nicht, find ich echt scheiße, was sie da vom Stapel lassen. Ich habe mich schon aus geringfügigeren Anlässen von Bands, die ich echt gerne hatte (z.B. zynischer Umgang mit faschistoiden Symbolen von Sid Vicious (Sex-Pistols)), distanziert. Mein TIP: BRATZE hören, rund um die Uhr!

  6. 6 Strangeboy 13. Dezember 2007 um 14:31 Uhr

    @johnny: gute idee, das mit den stimmen wusst ich nicht. also liebe kinder geht schön niemand wählen!
    für die aussführungen über die ärzte: danke, danke, danke.

  7. 7 difficultiseasy 14. Dezember 2007 um 6:32 Uhr

    neeeeeein. ungültig wählen is doch grad eine stimme für den parlamentarismus. sich überhaupt gedanken darüber zu machen was man wählen soll is staatsidealismus.

  8. 8 Qizediobuir 27. Dezember 2009 um 19:35 Uhr

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